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Weibliche A-Jugend qualifiziert sich für die Landesliga - 30.06.2022

 

Mit einem souveränen Sieg gegen den TSV Vaterstetten haben sich die Nachwuchshandballerinnen der #badgirls für die Landesliga qualifiziert. Da fiel auch die Niederlage gegen Turniersieger HT München im Anschluss nicht mehr ins Gewicht.

Mit etwa 90 Minuten Verspätung starteten die Innstädterinnen ins Turnier, da sich die vorhergehende B-Jugend Bayernligaquali und somit auch das Auftaktspiel zwischen HT München und Vaterstetten stark verzögerte. Davon ließen sie sich jedoch nicht aus der Konzentration bringen und begannen wie die Feuerwehr. Nach dem Sieg von HT München war nämlich klar, dass ein Sieg gegen Vaterstetten bereits reichen würde um das Ziel zu erreichen. Gerade mal 80 Sekunden dauerte es bis die Simbacher Mädls mit 3:0 gegen Vaterstetten in Führung lagen und klar machten, welches Team den Landesligaaufstieg mehr verdient hatte. Einige Fehlwürfe, sowie teils verwirrende Entscheidungen des allein leitenden Unparteiischen brachten die Niederbayerinnen aus ihrer Konzentration und ermöglichten es so den Vaterstettenerinnen ins Spiel zu kommen. Nach 12 Minuten zwar bereits mit fünf Treffern in Front, kam der Nachwuchs der Vat-Vögel in der 15. Minute nochmals auf 8:5 heran, ehe Simbach einen Gang hochschaltete und das Spiel vor dem Pausenpfiff entschied. Eine sichere Abwehrreihe, sowie eine starke Torfrau legten den Grundstein dafür, die Tempospielmaschine ins laufen zu bringen. Gegenstoß um Gegenstoß brachten die Innstädterinnen nun nach vorne, gerade in der zweiten Welle wussten alle Spielerinnen zu überzeugen. In den verbleibenden 10 Minuten bis zur Pause wuchs der Vorsprung somit auf ganze 14 Treffer zum 20:6 an.

Das hochzufriedene Trainerteam nutze somit den Rest des Turniers um allen Spielerinnen einiges an Spielzeit zu geben und mehrere Konstellationen in Angriff wie Abwehr auszuprobieren. Dadurch ging der Spielfluss und vor allem die Abstimmung in der Abwehr logischerweise etwas verloren. Vaterstetten nutzte dies aus und zeigte ihrerseits eine kämpferische zweite Hälfte wodurch sich nun ein ausgeglichenes Handballspiel entwickelte, in dem alle Spielerinnen auf dem Feld ihr Möglichkeiten hatten um zu zeigen was sie können. Der Vorsprung pendelte die ganze Zeit auf demselben Niveau, ehe nach 50 Minuten beim Stand von 30:18 die Schlusssirene ertönte und die Simbacher Nachwuchshandballerinnen ausgelassen den verdienten Landesligaaufstieg feiern konnten.

Nach knapp 20 Minuten Pause stand das zweite Spiel auf dem Programm. Auch dieses begannen die Innstädterinnen stark, jedoch ließ die Trefferquote zu wünschen übrig. Nach 11 Minuten und einigen zu vielen Fehlwürfen und leichten Ballverlusten konnten sich die Gastgeberinnen erstmals mit drei Treffern absetzen und zogen in der Folge weiter davon. Mit zunehmender Spieldauer fehlte immer mehr die Kraft und Konzentration um die sehr offensive und aggressive Deckung der HT-Jugend unter Druck zu setzen. Die Folge waren viele Gegenstöße, und ein deutlicher 5:18 Rückstand zur Pause. Nach Wiederbeginn dann eine etwas ausgeglichenere Partie, trotz weiterhin zu vielen Fehlwürfen erarbeiteten sich die Simbacherinnen nun deutlich mehr Torchancen und legten ihrerseits in der Schlussphase auch in der Deckung nochmal eine Schippe drauf. Somit wurde die zweite Hälfte nur knapp verloren, 31:17 der verdiente Endstand für den HT München.

Ungetrübt davon die Freude über das erreichte Ziel Landesliga. Nach der personalbedingten Abmeldung der B-Jugend im vergangenen Jahr und dem coronabedingten Ausfall der Saison davor war ein Großteil der Mädls seit der C-Jugend ohne wirkliche Wettkampfpraxis. Dennoch zeigten alle, dass sie sich weiterentwickelt haben und weiterhin auf dieses Niveau gehören. Nach kurzer Pause und der Jugendfahrt zum Allgäu-Cup nach Wangen gemeinsam mit der männlichen A-Jugend, startet dann die Vorbereitung auf die anstehende Saison, nachdem sich nun auch die Trainerfrage geklärt hat. Gemeinsam mit den Co-Trainern Kilian Oberlechner und Tobias Plaza wird Interimscoach Tobias Deutsch das Team nun auch während der Saison betreuen. Die Vorbereitung wird dabei in enger Kooperation mit den beiden Damenmannschafen verlaufen um die Mädls bestmöglich weiter zu fördern und ihnen den bald anstehenden Sprung in den Seniorenbereich zu erleichtern.

 

 

Für den TSV Simbach:
Theresa Peh(T), Sina Brunnenkann(9), Katrina Eglhofer(5), Leni Auer(5), Sophie Wulkau(2), Paulina Podesser(1), Sina Gschneidner(3), Miriam Birkl, Sophie Starzengruber(1), Susanne Webersberger(2), Emma Dufter(4), Verena Schimpf(12), Lilly Janiczek(3)


Erfolgreicher Auftakt der neuen weiblichen A-Jugend - 12.05.2022

 

Nach zweijähriger Pause gibt es wieder eine weibliche A-Jugend im Spielbetrieb des TSV Simbach. Für diese stand am vergangenen Wochenende die erste Runde der Landesligaqualifikation an.

Die Vorbereitung darauf verlief dabei, milde gesagt, improvisiert. Nach lediglich fünf Trainingseinheiten musste die Mannschaft, die zwar zu großen Teilen vor drei Saisons in der C-Jugend zusammengespielt hatte, aber aufgrund der Pandemie und des personell bedingten Rückzuges in der letzten Saison nun fast drei Jahre ohne viel Wettkampferfahrung ist, zu dem Turnier antreten. Vereinzelte Spielerinnen sammelten in der Zwischenzeit Erfahrungen im Damenbereich, meist in der neugegründeten zweiten Damenmannschaft, was jedoch nicht vergleichbar mit dem Spielbetrieb in der eigenen Altersklasse war. Dazu darf die Mannschaft vier ganz neue junge Gesichter in ihren Reihen begrüßen. Für Miriam Birkl, Sina Gschneidner, Sophie Wulkau und Annalena Zellner erfolgt dieses Jahr der sehr schwierige Schritt direkt aus der C-Jugend in die A-Jugend, da für eine weibliche B-Jugend zu wenige Spielerinnen zur Verfügung stehen. Somit besteht das Team nun aus 13 Feldspielerinnen und einer Torfrau, personell also beste Voraussetzungen für das erste Qualifikationsturnier und die dann anstehende Saison, wenn auch die Vorbereitungszeit viel zu kurz war.

Nach dem Rückzug des TSV Indersdorf am Tag vor dem Turnier war bereits davor klar, dass das Ziel mit dem Weiterkommen in Runde 2 sicher erreicht ist. Das Motto war also Trainingsspiele unter Wettkampfbedingungen zu bestreiten, in welchen sich wieder eingespielt werden sollte, möglichst viel zu lernen und für die jungen Spielerinnen erste A-Jugend-Luft zu schnuppern. All dies wurde genau nach Erwartungen erfüllt.

Im ersten Turnierspiel gegen den TSV Trudering begannen beide Mannschaften sehr nervös und produzierten zu Beginn viele Fehler. Dem Simbacher Damennachwuchs gelang es als erstes die Fehlerquote herunterzufahren und ging somit in Führung. Besonders stark die Positionsabwehr im Verbund mit der Torfrau. Lediglich zwei Gegentreffer in der ersten viertel Stunde sorgten für eine beruhigende Vier-Tore-Führung nach der Anfangsphase. Bis zum Pausenpfiff hatte sich diese jedoch wieder in ein Unentschieden gewandelt, da im Angriff die Fehlerquote wieder etwas anstieg und man sich nicht mehr von der Truderinger Abwehr lösen konnte. Diese nutzte dies im Gegenzug für einige leichte Gegenstoßtreffer. Nach Wiederbeginn dann wieder ein besserer Auftritt der Simbacher A-Jugend die nun immer wieder mit zwei Treffern in Führung ging, aber sich nie entscheidend absetzen konnte. Beiden Mannschaften gelingen nun mehr Treffer im Positionsangriff, Simbach jedoch optisch überlegen, macht aber aufgrund Pfosten- und Lattenpechs den Sack nicht zu. So bietet sich den Gästen aus Trudering mit der letzten Szene des Spiels sogar noch die Chance zum Ausgleich, Torfrau Theresa Peh verhindert diesen jedoch. Somit gelang den Mädls im ersten Jugendspiel nach viel zu langer Pause ein knapper aber dennoch verdienter 18:17 Sieg gegen den TSV Trudering.

Im zweiten und letzten Spiel des Tages traf man auf den großen Favoriten TSV Allach, welcher in der Zwischenzeit die Truderingerinnen mit 39:18 abgefertigt hatte und mit schönen und schnellem Kombinationshandball nach vorne zu überzeugen wusste. Top motiviert die Mischung aus dem letztjährigen A-Jugend Landesliga-Vizemeister und B-Jugend Bayernliga-Viertplatzierten zu ärgern und voll zu fordern traten die Simbacher Mädls mit großem Selbstbewusstsein auf. Angeführt von Verena Schimpf ging man in der Anfangsphase mehrfach in Führung ehe es den Allacherinnen gelang die Partie zu drehen. Mit guter Deckungsarbeit und druckvollem Angriffsspiel bat man den Gästen weiterhin Paroli und die Zuschauer konnten ein ansehnliches Spiel beobachten. Trotz anfänglicher Probleme gegen die erwartete Manndeckung kamen die Simbacherinnen immer wieder zu Torerfolgen und ließen die Gäste nie davonziehen. Ein Strafwurf nach abgelaufener Spielzeit brachte die Allacherinnen mit 14:12 zur Pause in Führung.

Nach Wiederbeginn präsentierten sich die Gäste etwas aggressiver in der Deckung und konnten durch mehrere Ballgewinne etwas davonziehen. Simbach steckte jedoch nie auf, hielt den Rückstand bis 13 Minuten vor dem Ende auf vier Treffern. Dann schwanden langsam die Kräfte auf Simbacher Seite. Leichte Ballverluste wurden konsequent vom Allacher Tempospiel bestraft und trotz mehrerer Paraden im Simbacher Tor wuchs der Rückstand weiter an. Nie aufgebend, kämpfte das Team bis zum Ende, musste jedoch zusätzlich zur Allacher Überlegenheit auch noch die ein oder andere Fehlentscheidung hinnehmen, die den Abstand etwas zu groß werden ließ. So stand am Ende ein verdientes, aber etwas zu deutliches 32:23 für die Allacherinnen auf der Anzeigentafel, die sich nun in der Bayernligaqualifikation beweisen dürfen. Für die Simbacher Mädls dennoch ein gelungener Auftakt in die neue Spielzeit. Mit vielen guten Ansätzen und einer steilen Lernkurve im Turnierverlauf ist ein guter Grundstein gelegt worden um das Ziel Landesliga in der zweiten und entscheidenden Runde zu erreichen.

 

Für den TSV Simbach:

Theresa Peh(T), Sina Brunnenkann(3), Katrina Eglhofer(4), Leni Auer(6), Sophie Wulkau, Paulina Podesser(1), Sina Gschneidner, Miriam Birkl, Sophie Starzengruber, Anna-Lena Zellner, Emma Dufter(3), Verena Schimpf(17), Susi Webersberger(3), Lilly Janiczek(5)