Spielberichte


TSV empfängt Spitzenreiter von der Isar - 22.10.2021

 

Die Handballer des TSV Simbach empfangen nach zwei gewonnen Auswärtsspielen am Samstag den 23. Oktober zuhause die Spitzenreiter aus Ismaning.

Es treffen bei dieser Partie die derzeit bestplatzierten Mannschaften der Landesliga Mitte-Ost aufeinander. Tabellarisch trennt die beiden Teams nur das Torverhältnis, beide haben mit 3 Siegen aus drei Spielen bisher eine weiße Weste.

Das Team um Trainer Christoph Ilg ist in dieser Saison sehr gut aufgestellt. Alle Spieler tragen sich regelmäßig in die Torschützentabelle ein, was auf einen sehr guten Teamgeist und Spielerqualität schließen lässt. Auch wurden die beiden vergangenen Partien mit einer deutlichen Tordifferenz gewonnen, dies ist auch ausschlaggebend für die derzeitige Platzierung auf 1.

Das Team um Kapitän Florian Elsinger zeigt vor allem in den Anfangsminuten eine starke Abwehrleistung gefolgt von blitzschneller und konsequenter erster und zweiter Welle. Wenn man derzeit einen Schwachpunkt identifizieren kann, dann sind das kleine Schwächemomente, in Form technischer Fehler und Unkonzentriertheiten, Mitte der ersten Halbzeit.

Auffälligster Spieler bei den „Isar Devils“ ist derzeit der Linksaußen Tom Notz, er ist mit einer 100% Quote bei den 7m-Würfen ein sicherer Torgarant. Zudem rangiert er in der Torschützentabelle auf Rang zwei in der Staffel. Generell ist es schwierig einzelne Spieler herauszustellen, jedoch tragen auch Yannick Teschner und Leo Udovicic mit hohen „Scores“ signifikant zu den guten Arbeitsergebnissen bei.

Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Kontrahenten liegt bereits in den Anfängen der 2020er. Simbach damals Auswärts mit einer knappen Niederlage, 28:27.

Das Team um Gerald Gabl hat sich für dieses Match einiges vorgenommen. Will man seiner eigens auferlegten Ambitionen in dieser Saison gerecht werden, dann gilt es die „Isi’s“ zu besiegen. In Anbetracht der bisherigen Ergebnisse, kann Simbach mit breiter Brust in der heimischen Richard-Findl-Halle antreten und hat es in der Hand zu zeigen was über eine volle Spielzeit in der Mannschaft steckt.

Die Leistungen aus den ersten drei Ligaspielen gegen Altenerding, Altötting und Sauerlach werden für eine weiterhin weiße Weste in diesem Spitzenspiel jedoch nicht ausreichen, um Punkte einzufahren. Nur punktuell hat die Mannschaft um Kapitän Fabian Schwibach bisher gezeigt welches Potential abgerufen werden kann.

Gerade deswegen brennen die Hausherren aus Niederbayern auf den „Fight“, um zu zeigen was möglich ist. Mit der außerordentlich sportlichen Geste des TSV Ismaning, der Spielverlegung aufgrund der Abordnung von Jan Josef zum IHF Superglobe, zuzustimmen, steht das Team des TSV Simbach in der Plicht eine gebührende Leistung abzurufen und 60 Minuten voll konzentriert zu Werke zu gehen.

Anpfiff ist um 18 Uhr in der städtischen Dreifachturnhalle, bereits um 16 Uhr treten die Damen II gegen den TV Passau an und um 14 Uhr bestreiten die Herren II ihr Derby gegen den TuS Pfarrkirchen.

Corona-Info: Bereits vor der Halle und auf den Verkehrswegen in der Halle herrscht für die Zuschauer Maskenpflicht. Einlass wird nur mit gültigem 3G Nachweis gewährt. Das Ablegen der Maske auf den Sitzplätzen richtet sich nach Anzahl der Zuschauer und wird Durch den Hallensprecher vor dem Spiel durchgesagt.


Saisonstart perfekt gemacht!

TSV Simbach gewinnt sein 3. Saisonspiel in der Landesliga Mitte-Ost - 18.10.2021

 

Der TSV Simbach trat am Sonntagnachmittag im Münchener Süden gegen den TSV Sauerlach an. Nach einer schnellen und temporeichen ersten Halbzeit gingen die Simbacher mit einer sieben Tore Führung mit 14:21 in die Halbzeitpause. Trotz einer verkorksten zweiten Halbzeit konnte ein 30:32 Sieg und damit der Dritte in Folge eingefahren werden. 

Die Innstädter gingen hochmotiviert in die erste Halbzeit. Nach schnellen Ballgewinnen in der Abwehr konnte sofort eine 2:0 Führung erzielt werden. Eine starke 6:0 Deckung in den ersten 10 Minuten war die Grundlage für den Erfolg in Hälfte Eins. Im Zusammenspiel mit dem hervorragend aufgelegten Torhüter Moritz Voll konnten die Angriffe Sauerlachs immer wieder entschärft werden. Nach 13 Minuten stand es 10:5 aus Simbacher Sicht. Im Angriffsspiel überragte vor allem Jan Josef, der mit seinen ersten fünf Wurfversuchen fünfmal das Ziel fand. Der inzwischen eingewechselte Matthias Schimpf baute in der Folge die Führung mit drei aufeinander folgenden Treffern fast im Alleingang auf 9:16 aus. Mit dem getroffen 7-Meter von Lukas Eichinger in der 23. Minute sah sich der TSV bei einem Stand von 11:19 mit acht Toren in Front und ging schlussendlich mit einem Ergebnis von 14:21 in die Halbzeitpause.

Mit der Einwechslung des Sauerlacher Topscorers Kilian Schinkel wurden einige Probleme in der Abwehr bereits Mitte der ersten Halbzeit sichtbar und man sah sich gezwungen die Deckung umzustellen. Zu Beginn der zweiten Hälfte fand nun auch der Rest der Heimmannschaft ins Spiel, weshalb auch die alternative Deckungsvariante mehr und mehr ins Wanken geriet. Zudem wurden die Angriffe nicht mehr mit aller letzter Konsequenz zu Ende gespielt, wodurch man den nun immer stärker werdenden Gastgebern einen Weg zurück ins Spiel ermöglichte. So verkürzte Sauerlach in der 45. Minute auf 22:26 und traf in der 59. Minute sogar zum 30:31 Anschlusstreffer. Mit dem Tor von Jan Josef 20 Sekunden vor Schluss zum 30:32 Endstand retteten sich die Männer um Kapitän Fabian Schwibach über die Zeit und nahmen 2 Punkte mit zurück an den Inn.

Die mitgereisten Fans konnten in der ersten Halbzeit erkennen, welches Potential in der Mannschaft des TSV Simbach steckt. Im Spitzenspiel kommenden Samstag gegen den TSV Ismaning müssen die Mannen von Coach Gerald Gabl dies aber über die volle Spielzeit abrufen, wenn sie denn den Platz als Sieger verlassen wollen.

 

Für den TSV Simbach spielten: Moritz Voll, Stefan Babisch, Leopold Petschl, Tobias Deutsch, Thomas Klampfer, Lukas Eichinger (9), Matthias Schimpf (3), Tobias Schimpf (2), Jan Josef (8), Moritz Paukner, Julian Henzel (1) Tim Manthey (4), Fabian Schwibach (5), David Kopp


TSV im Münchner Süden gefordert - 15.10.2021

 

Die Handballer des TSV reisen am Sonntag den 17. Oktober zum zweiten Auswärtsspiel nach Sauerlach und wollen auch hier wieder zwei Punkte an den Inn mitnehmen.

Sauerlach ist 2019 in die Landesliga aufgestiegen und Simbach hat bis dato Erfahrung mit den Gästen aus zwei Spielen der Saison 2019/20. Das Hinspiel in Simbach ging dabei klar and die Hausherren, im Rückspiel konnten die Innstädter nur eine Punkteteilung einfahren. In der durch Corona abgebrochenen vergangen Saison trafen die Kontrahenten dagegen nicht aufeinander.

Wie vor zwei Jahren werden die Münchner Vorstädter von dem Trainerduo Ingo Schwetzenfeger und Jörg Hetzel trainiert. Signifikanter Neuzugang in der aktuellen Spielrunde ist der Rückraumlinks Kilian Schenkel. Er ist nicht nur Topscorer des Teams sondern führt aktuell die Torschützenliste der Staffel an. Gleichzeitig kann er eine weiße Weste bei den 7m-Versuchen aufweisen, mit einer 100% Quote zeigt er sich vom „Punkt“ als Torgarant. Zusammen mit Moritz Ametsbichler ist er für die meisten Treffer für Sauerlach zuständig, davon abgesehen reihen sich auch die Teamkollege, relativ homogen, regelmäßig in die Torschützenlisten ein.

Der Saisonstart für die Mannen am Otterloher Feld verlief nicht wie gewünscht. Drei knappe Niederlagen aus drei Spielen und in jeder Partie wurden die Siegeschance in den letzten Spielminuten aus der Hand gegeben. Im Detail werden hier von den Beobachtern technische Fehler und Unkonzentriertheiten für die Niederlagen identifiziert wobei man über weite Strecken des Spiels den Gegner seinen „Stempel“ aufdrücken konnte und attraktiven Handball geboten hat.

Der TSV Simbach möchte seine Siegesserie aus den ersten beiden Partien in dieser Saison fortsetzten und ist angesichts der Ergebnisse des kommenden Ligakonkurrenten gewarnt hier ab der ersten Minute wachsam zu sein und das Spiel in die eigene Hand zu nehmen. 

Trainer Gerald Gabl kann dabei wieder mit Vollbesetzung seines Teams rechnen. Auch der vom IHF Superglobe inzwischen zurückgekehrte Jan Josef wird wieder mit dabei sein. Im Hinblick auf die kommenden zwei Heimspiele gegen Ismaning und Mainburg am 23. und 30. Oktober wäre ein gelungener Auswärtssieg in Sauerlach wichtig, um nach der zweiwöchigen Spielpause wieder in die „Spur“ zu finden.

Anpfiff in Sauerlach ist am Sonntag um 16 Uhr an der Mehrzweckhalle „Am Ottloher Feld 2“.


TSV Simbach stellt Spieler für IHF Super Globe - 06.10.2021

 

Mit dem Handball Super Globe richtet der Internationale Handballverband (IHF) die Weltmeisterschaft für Vereinsmannschaften aus, das internationale Turnier wird auch als Klub-Weltmeisterschaft bezeichnet und ist für 5 Tage der globale Hotspot der besten Teams aus allen Regionen der Erdkugel.

In diesem Jahr findet das Mega-Event vom 4. bis 9. Oktober in Jeddah, Saudi-Arabien, statt. Insgesamt 10 Teams haben das Ticket dafür gelöst und „fighten“ um den begehrten Titel „Weltmeister der Vereinsmannschaften“ inklusive zugehöriger Goldmedaille.

Bereits am vergangenen Dienstag den 5. Oktober wurde das erste Match des Turniers zwischen dem Sydney Uni HC und dem SC Magdeburg ausgetragen. Per Live-Stream konnte man hier den Simbacher Spieler Jan Josef aktiv auf dem Spielfeld verfolgen. 

Der SC Magdeburg ist hier einer von drei europäischen Klubs. Als Sieger des EHF European-League 2021 qualifizierte sich der SCM über die Wild Card, die für Saudi Arabien von der IHF vergeben wurde. Ein weiterer europäischer Vertreter ist Aalborg Håndbold (Dänemark).

Weitere Teilnehmer sind, der amtierende Klubweltmeister FC Barcelona (Spanien), Alwehda und Alnour aus Saudi Arabien als Vertreter der Gastgebernation, für Asien: Al Duhail (Quatar), für Afrika: Zamalek SC (Ägypten), für Nord Amerika und Kariben: San Francisco CalHeat (USA), für Süd und Zentral Amerika: EC Pinheiros (Brasilien) und für Ozeanien der Sydney Uni HC (Australien) mit Jan Josef.

Für jeden drängt sich nun unweigerlich die Frage auf warum Jan Josef vom TSV Simbach beim Super Globe für Ozeanien, vertreten durch den Sydney Uni HC, aufläuft. Simbach ist eine Amateurmannschaft im Bayrischen Handballverband und hat bis auf zwei, für den Verein außergewöhnliche Spielrunden in der 3. Liga, noch keinen nationalen oder sogar internationalen Titel geholt.

Zum einen liegt das daran, dass der IHF alle Kontinente beim Super Globe vertreten haben wollte, natürlich auch Ozeanien aber auch wohlwissend, dass es hier noch massive Beschränkungen und Quarantänevorschriften gibt, die insbesondere in Australien aber auch noch in Neuseeland vorherrschen. Zum Beispiel die obligatorischen Hotel-Quarantäne mit 2500 € pro Person unmittelbar nach Rückreise oder die Limitierung der Einreisenden innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Relativ klar, dass man keine Delegation von 20 Personen raus und wieder rein bekommt. 

Die IHF hat daraufhin den Sydney Uni HC gefragt, ob sie ein Team formieren können, das aus ehemaligen Spielern besteht, die nicht von Australien aus reisen müssten. Dieses Ziel wurde ganz knapp erreicht, lediglich 3 Personalien fehlten für einen adäquaten Kader.

Unter Leitung von Manager Pascal Winkler, Manager des Sydney Uni HC, wurde die Unternehmung auf Touren gebracht. Der Manager hat alle Register gezogen, um ein Team zu formen und keine Mühen gescheut alle Formalitäten fristgerecht einzutakten und umzusetzen. Aus seiner eigenen aktiven Zeit als Handballer nutzte er seine Kontakte und um die dringend erforderlichen, offenen Stellen zu besetzen. Einer ganz oben auf seiner „Payrole“ war Jan Josef. Mit schier unglaublichem Engagement ist ihm der Geniestreich, eine qualifizierte Mannschaft zusammenzustellen, bravourös und auf den Punkt gelungen.

Jan Josef hat vor seiner Zeit beim TSV verschiedene Stationen in Europa durchlaufen. Der gebürtige Tscheche ist für die linke Rückraumposition ausgebildet und bringt einiges an Erfahrung, unter anderem vom HBC RONAL Jicin (CZE), HV KRAS/Voendam (NED) und der deutschen Zweitligamannschaft Wilhelmshavener HV e.V. mit.

Für den TSV Simbach war sofort klar, dass man Jan hier unterstützen muss. Daher wurde auch auf Vereinsseite etliche Hebel in Bewegung gesetzt, denn die Abordnung zum Super Globe kommt (i.d.R) nur einmal im Leben. Es war aber auch klar, dass der Rechtshänder im Kader während des laufenden Spielbetriebs nicht zu ersetzten ist und man mindestens für die Zeit des Super Globes auf ihn verzichten müsste.

Eine entscheidende Lösung war die Verschiebung des Meisterschaftsspiels gegen den direkten Ligakonkurrenten TSV Ismaning, die Partie war ursprünglich für den 9. Oktober angesetzt. Nach kurzer Rücksprache und Darlegung der Situation vor dem Trainer der „Isis“ Christoph Ilg, kam auch hier prompt eine positive Rückmeldung einer Spielverschiebung zuzustimmen. Eine außerordentlich sportliche Geste von Mannschaftsverantwortlichen und Team für die sich der TSV Simbach Handball an dieser Stelle ebenso außerordentlich bedankt! 

Aufgrund der zahlreich beteiligten Personen, die zum Gelingen und schlussendlich zur Teilnahme von Jan Josef am Super Globe beigetragen haben, bedankt sich der TSV Simbach Handball zudem, bei den Menschen und Teams des BHV, des DHB und dem IHF für die sehr sehr gute und immer zügige Unterstützung von ganzem Handball-Herzen!

„Lieber Jan, viel Erfolg bei Deinen Spielen und eine gutes Nachhausekommen!“


TSV gewinnt das „Nah-Duelle“ in der Wallfahrtstadt - 27.09.2021

 

Die Herren 1 des TSV Simbach Handball gewinnen das Spiel in der „Nachbarstadt“ Altötting mit 19:24 und fahren damit die zweiten 2-Punkte im zweiten Spiel der Saison ein. Torhüter und Matthias Schimpf sorgen für die nötigen Impulse.

Simbach in der Anfangsphase bissiger, insbesondere im Defensivverhalten. Moritz Voll bestätigte seine sehr gute Leistung von der Auftaktpartie vergangene Woche und sicherte mit seinen erneut sehenswerten Paraden die Null auf der Gastgeber-Score-List bis zur 8 Spielminute. Offensiv scheint nach 15 Minuten der Knoten auf Simbacher Seite auch geplatzt und die Tordifferenz wird erstmals auf 4 Zähler nach oben geschraubt.

Mit guten Aktionen an den Kreis wird Kapitän Fabian Schwibach mehrmals in Szene gesetzt und Jan Josef sorgt vom Rückraum und 7m-Punkt für Entlastung, bei den Fans aus der Innstadt erstes Durchatmen, "s'läuft nun!". Man hätte nun die Zügel straff und die Konzentration hoch halten müssen, leider trat das Gegenteil ein.

Die Mannen aus Niederbayern fortan wieder unsicherer im Spielaufbau, nicht mehr so sortiert in der Abwehr und es entstand der Eindruck von Lässigkeit. Altötting nutzte die Gelegenheit und kämpfte sich bis 5 Minuten vor dem Ende der ersten Halbzeit auf 7:8 heran. Das Niveau auf beiden Seiten trotzdem äußerst mäßig, einzig die Torhüterpositionen, sowohl auf Heim- wie auch auf Gäste-Seite, die sich immer wieder auszeichneten.

Ansonsten war das Spiel eher geprägt von unvorbereiteten Torversuchen und 2-Minuten Strafen.

Der auf Simbacher Seite inzwischen eingewechselte Matthias Schimpf brachte den "Gäste-Dampfer" flink und motiviert wieder etwas in Fahrt, jedoch ließ sich der "Kahn" nur schwergängig Geschwindigkeit und Richtung aufzwingen.

Mit einem Doppelpack der Schimpf-Brüder, Matthias und Tobias, verabschiedete sich der TSV in die Halbzeit, Schlusspunkt zum Pausentee setzte Stefan Baaken vom TVE zum 8:11.

Im zweiten Durchgang zu Anfang dasselbe Bild. Probleme in einen Spielfluss zu kommen, keine Konzeptlosigkeit jedoch fehlte die Feinabstimmung bei den Innstädtern für effiziente und erfolgreiche Aktionen. Positiv ist mitzunehmen, dass der TSV, immer wenn die Tordifferenz wieder auf 2 Zähler schmolz, sofort umschalten und drauflegen konnte. Hieraus entstanden handballerisch ansehnliche Momente und es zeigt, dass das Tempo bewusst kontrolliert werden kann, was für die künftigen Spiele eine wichtige taktische Eigenschaft werden wird.

Knapp 10 Minuten vor dem Ende dann ein kurzer Schockmoment als im Wurf Thomas Klampfer von Patrick Malz aus der Luft geholt wurde. Ob die Aktion Klampfer zu einer verletzungsbedingten Pause zwingt steht noch nicht fest jedoch wurde Patrik Malz dafür mit der roten Karten auf die Tribüne verbannt.

Direkt im Anschluss, beim letzten 3-Tore Vorsprung von Simbach war erkennbar, dass das Team von Gerald Gabl nun entschlossener zu Werke ging und die Entscheidung herbeiführen wollte.

Der eingewechselte Leopold Petschl im Tor mit wichtigen Paraden zum richtigen Zeitpunkt, sowie ein letzter Tempowechsel, eingeleitet von Matthias Schimpf, mit Toren von Henzel, Schwibach und Schimpf selbst, stellten einen 5-Tore Vorsprung her und Jan Josef setzte die beiden Schlusspunkte für die Gäste mit Treffern, die, projiziert auf das Team, das eigentliche Potential abbilden sollte.

Das Highlight in der zweiten Halbzeit war eine Abwehraktion von Leopold Petschl, der in einer 7ten Feldspieler Aktion und nach eigenem Ballverlust wieder auf’s Feld in Richtung Tor rannte, dabei nicht nur den Angreifer vom TVE , gemütlich auf’s Tor tippend, „überholte und sondern den Wurf dann noch parieren konnte.

Der zahlenreiche Fanblock des TSV war schließlich erleichtert als die Schlussminuten anbrachen und feierten am Ende mit Standing Ovations, den nie ernsthaft gefährdeten aber unnötig „spannenden“ Handballnachmittag ihres Teams. Ein Dank an dieser Stelle an alle mitgereisten Fans und für die tolle Stimmung an Bord des TSV Blocks!

 

Nun ist mindestens ein spielfreies Wochenende bevor der Ligabetrieb wieder weiter geht. Jan Josef wird dem TSV die nächsten 14 Tage nicht zur Verfügung stehen da er eine Einladung zum IHF Super Globe in Saudiarabien bekommen hat und dort für Ozeanien seine Dienste zur Verfügung stellt. Sonderbericht folgt. https://www.ihf.info/media-center/events/2021-ihf-mens-super-globe.

 

Für Simbach – Tor: Moritz Voll, Leopold Petschl; Feld: Thomas Klampfer, Lukas Eichinger (1/1), Matthias Schimpf (4), Jonas Hennersberger (1), Tobias Schimpf (3), Jan Josef (6/2), Marius Schachinger, Julian Henzel (4), Tim Manthey (2/1), Fabian Schwibach (3), David Kopp.


Auswärtskracher der TSV Herren in Altötting - 23.09.2021

 

Die Handballer des TSV Simbach brechen am Samstag den 25. September wohl zur kürzesten Auswärtsfahrt seit mindestens 20 Jahren auf. Gegner ist der TV 1864 Altötting der sich bereits in der Saison 2019/20 für die BHV-Ebene in der Landesliga qualifiziert hat.

Das Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften ist bereits im Vorfeld zum Derby deklariert worden, trotz der Landkreise, die beide Vereine trennen. In jedem Fall ist es ein „Nah-Duell“ zweier Teams die sich seit langer, langer Zeit nicht mehr im Ligabetrieb begegnet sind.

Die ersten beiden Spiele in der Landesliga hat der TVA in der letzten Saison gegen Immenstadt und Herrsching absolviert, jeweils in heimischer Halle. Und für einen Aufsteiger sofort ein Kantersieg gegen die Allgäuer gelandet. Auch in der zweiten Partie war der Sieg in greifbarer Nähe, mit einem 16:17 musst sich die Mannen vom EX-Simbacher Trainer Markus Böhner jedoch mit einer knappen Niederlage geschlagen geben.

Der Auftakt in der aktuellen Saison, auswärts beim SC Schwabach, ebenfalls Aufsteiger 19/20, musste mit einem 21:18 in Unterbesetzung an die Hausherren abgegeben werden.

Man wird am Spieltag in der Altöttinger Dreifachturnhalle sowohl auf bekannte als auch neue Gesichter stoßen. Trainerin Fatime Imetovska hat hier das Amt von Markus Böhner übernommen wohingegen mit Patrik Malz, Simon Antwerpen, Stefan Baaken und dem ehemaligen Burghauser Nedzad Bekric bekannte Handballer aus der Region auflaufen.

Die große Unbekannte an diesem Tag wird jedoch die „Derby-Feh“ sein, bekanntermaßen schreiben solche Partien ihre eigenen gesetzte und schon deswegen können sich die Zuschauer auf eine spannende Spielzeit freuen.

Der TSV reist mit dem Auftaktsieg von vergangener Woche zum ersten Auswärtsspiel der Saison und hat sich für dieses Match vorgenommen wieder siegreich zu sein und die Punkte mit nach Hause zu nehmen.

Trainer Gerald Gabl kann zudem aus „voller Kapelle“ schöpfen. Komplettiert wird das Team um Kapitän Fabian Schwibach nun auch mit Matthias Schimpf.

Einzig Torhüter Stefan Babisch laboriert noch an seiner Sprunggelenks OP und wird, wenn überhaupt, nur als „hartes Backup“ zur Verfügung stehen.

Umso erfreulicher ist die Entscheidung von Leopold Petschl wieder in den Spielbetrieb einzusteigen. Petschl war bereits in der Vorbereitung der wichtige Ersatz im Simbacher Gehäuse. Dass er nun vollständig wieder an Board ist, ist ebenso wichtig wie sein Comeback gegen den TVA. Damit ist die Torwartposition bei den Niederbayern sehr stark besetzt.

 

Spielbeginn der Herren 1 in Altötting ist um 16 Uhr, bereits um 14 Uhr bestreiten die Damen 1 ihr Spiel an gleicher Stätte gegen den TVA. Für die anreisenden Fans und Zuschauer gilt in der Halle vor und während des Spiels Maskenpflicht, am Eingang wird auf 3G überprüft und jeder Zuschauer muss sich im Rahmen des TVA-Hygienekonzepts registrieren (bevorzugt über die Luka-App oder durch Ausfüllen eines Erfassungsbogens).


Erfolgreiche Heimpremiere: Simbacher Landesliga-Herren starten mit einem überzeugendem 34:18 gegen Altenerding - 20.09.2021

 

Endlich wieder flog der Ball in der Simbacher Richard-Findl-Halle - und das auch noch vor Zuschauern. Nach langer Zeit kehrt so wieder ein weiteres Stückchen Normalität zurück - derweil noch mit Maske und Abstand.

Die Simbacher Handballer freute das sichtlich - und sie dankten es den treuen Fans nach langer Abstinenz mit einer überzeugenden Leistung in einer beeindruckenden mannschaftlichen Geschlossenheit. 

Ob des noch rekonvaleszenten Stamm-Keepers Stefan Babisch benannte Coach Gerald Gabl mit Moritz Voll und Leon Lex zwei Youngster für die Aufgaben im Tor - und beide sollten dabei eine Premiere nach Maß liefern.

Die Start-Sechs komplettierte - nach der Achillessehnen-Verletzung von Jan Synirek - Thomas Klampfer neben den arrivierten Kräften um Kapitän Fabian Schwibach, Spielmacher Lukas Eichinger, 

Jonas Hennersberger, Julian Henzel, und Jan Josef. 

So ungewöhnlich dieses Setup auf den ersten Blick anmutete, so überzeugend war das, was die Innstädter abliefern sollten. 

Anfangs schienen die Gäste ihre körperlichen Längen- und Breitenvorteile nutzen zu können und unterstrichen mit einer gut zu packenden Abwehr und einem sicheren Torhüter ihre Ambitionen, Punkte aus Simbach mitnehmen zu wollen.

Die ersten 10 Minuten gehörten eher Altenerding, denn während die Gäste schnell mit 1:3 in Front lagen, brauchten die Innstädter etwas Anlauf, um sich den Staub aus den Sportklamotten zu schütteln. 

Nach 10 Minuten begann mit einem Ausrufezeichen dann auch die Saison bei den Simbachern so richtig: Moritz Voll parierte einen Gäste-Strafwurf inklusive Zweitversuch und Lukas Eichinger erzielte im Gegenzug mit dem 5:4 die erste Führung für die Hausherren. Bemüht man gerne den Begriff der "Inititialzündung", dann kann man das hier ruhig machen: Während bei den Gästen ab der zwanzigsten Minute schon langsam aber erkennbar die Kraftstoffwarnleuchte zu schimmern begann, 

legte der TSV nun richtig los. 

Mit stetig zunehmendem Tempo und immer sicherer werdenden Aktionen entfleuchten sie auf 12:8 und Gerald Gabl nutzte dabei die Möglichkeiten, mit Tobi Schimpf, Marius Schachinger und Tim Manthey von der Bank für Entlastung zu sorgen und das Tempo immer weiter zu verschärfen.

Das zeigte zunehmend Wirkung. Während die Simbacher von allen Positionen gefährlich wurden und scorten, bekamen die Gäste mehr und mehr Schwierigkeiten, den Simbacher-Abwehrriegel in Bedrängnis zu bringen. 

Die Innstädter gewannen mit schickem Zusammenspiel Sicherheit und schufen sich klare Torchancen, während sich auf der Gästeseite langsam Ratlosigkeit ausbreitete.

Tobias Schimpf gelang mit einem sehenswerten Rückraumwurf der Treffer zum 16:10 Pausenstand und in der Halle machte sich bei den TSV-Verantwortlichen und den Zuschauern wohlwollendes Nicken breit. 

Das schaut gut aus!

 

Match & Moritz!

 

Zugegeben - ein etwas dürftiger Aufmacher, aber er beschreibt den Einstieg in den zweiten Durchgang ganz gut. Altenerding versuchte zwar mit neuen Schwung zu starten, das aber gelang den Simbachern deutlich besser.

Während in den folgenden 15 Minuten und 23 Sekunden für die Simbacher 6 verschiedene Spieler über flotte Kombinationen und Gegenstöße insgesamt 10 Treffer erzielten, konnte Altenerding nur ein mageres Törchen verzeichnen.

Der Rest der Würfe landete bei Jung-Goalie Moritz Voll: "Zahn gezogen" umschreibt es wohl am besten, die Gäste befanden sich in der Abwärtsspirale: Ihre Aktionen wurden hektischer, die Würfe immer weniger vorbereitet - und das brachte Moritz Voll immer besser ins Spiel. 

Damit entstanden auch immer mehr gute Chancen für die Simbacher, im Gegenstoß zu leichten Treffern zu kommen. Wenn das dann nicht passierte, sorgten Fabian Schwibach mit Wucht und Tim Manthey mit einem "Wuzler" auch für Szenen fürs Auge - und für klare Verhältnisse. Simbach hatte seinen Groove gefunden. Grundsolide auch Jan Josef und Lukas Eichinger mit großer Spielfreude, ein wirklich ansehnliches erstes Spiel. 

45 Minuten waren gespielt, der Spielstand zeigte 26:11, die Frage nach dem Sieger damit bereits hier geklärt. Nicht allein aufgrund der 15 Tore Vorsprung, vielmehr aufgrund des Klassenunterschieds an diesem Tag. 

"S´lief" beim TSV, "s´lief nix" mehr bei der Spielvereinigung. 

Gerald Gabl wechselte fleißig, um Pausen zu schaffen und Einsatzzeiten zu verteilen - und der Spielfluss blieb auf hohem Niveau. 

Marius Schachinger mit schnellen 1:1-Aktionen und David Kopp mit Wumms auf der zweiten Reihe konnten sich ebenfalls in die Torschützenliste eintragen - insgesamt trafen 10 Feldspieler für die Hausherren.

Beim 33:17  übernahm Leon Lex den Platz des stark aufspielenden Moritz Voll zwischen den Pfosten und führte sich gleich mit 2 Paraden ebenfalls sehr gut ein. 

 Lukas Eichinger, Julian Henzel und Jan Josef sahen schon eine Weile entspannt von der Bank aus zu, als David Kopp den Ball zum Endstand von 34:18 in die Maschen zimmerte.  

Ein gelungener Auftakt in eine hoffentlich komplette Saison, denn das Angebotene machte deutlich Lust auf mehr.

Unter dem Strich präsentierte das Gabl-Team schnellen Handball auf hohem Niveau - und die Zuschauer honorierten insbesondere das überzeugende Teamplay mit stehenden Ovationen in der letzten Spielminute. Jeder Spieler mit Einsatzzeit brachte sich voll ein und spielte seine Rolle, kein Wechsel führte zu einem Bruch im Spiel. Diese Einstellung gilt es zu konservieren: Sie bietet die Basis, eine Mannschaft zu formen, an der man viel Freude haben kann.

 

Weiter geht´s für die Simbacher Herren in der komprimierten Landesliga-Staffel Mitte-Ost schon nächste Woche am 25.09. um 16.00 Uhr mit dem Lokalderby beim TV Altötting.

 

Für Simbach:

Moritz Voll, Leon Lex, Moritz Paukner, Thomas Klampfer (1), Lukas Eichinger (6/2), Janic Katzhuber , Jonas Hennersberger (1), Tobias Schimpf (6), Jan Josef (4), Marius Schachinger (2), Julian Henzel (1), Tim Manthey (3), Fabian Schwibach (7), David Kopp (3)

 

Fotos vom Spiel auf Heimatsport.de: Klick


TSV Handballer starten in neue Meisterschaftsrunde - 16.09.2021

 

Die Handballer des TSV Simbach starten am Samstag den 18. September in die neue Saison 2021/22 und streben in heimischer Halle den ersten Sieg an.

Auftaktgegner an diesem ersten Spieltag ist die Spielvereinigung aus Altenerding. Die Mannschaft von Trainer Peter Mesiarik ist im Vergleich zur coronabedingt abgesagten Saison im Vorjahr nur wenig verändert und bildet nach wie vor eine guten Mix aus jungen Talenten aus dem Münchner Einzugsgebiet und erfahrenen Stammspielern. Die einzigen beiden Partien in der letzten Saison gegen Ismaning und Ottobeuren konnten die Herren von der Sempt nicht für sich entscheiden. Die jüngsten Pflichtspiel des TSV gegen die „Biber“ wurden in den Jahren 2018 und 2019 ausgetragen mit einer tendenziell positiven Bilanz für die Innstädter. Jedoch musste man im letzten Aufeinandertreffen in der Semptsporthalle mit einem Remis die Heimreise antreten.

Das Match in der Richard-Findl-Halle verspricht daher Handballspannung pur, da ein Auftakt stets eine Standortbestimmung für die Teams und der Gegner schwierig einzuschätzen ist. Für Simbach gilt ab der ersten Minute dieser Neuauflage volle Konzentration. Vor allem weil man gleich zu beginn auf eine Reihe bekannter Gesichter im Kader verzichten muss. Torhüter Stefan Babisch ist auf gutem Weg der Besserung, nach seiner Sprunggelenks-OP wir er aber an diesem Wochenende noch pausieren und von Moritz Voll ersetzt. Backup ist A-Jugend „Keeper“ Leon Lex, der erstmals bei den Herren 1 des TSV auf dem Personalbogen von Trainer Gerald Gabl stehen wird. Matthias Schimpf ist beruflich verhindert und ein Einsatz von Tim Manthey wird sich ebenfalls aus beruflichen Gründen erst am Spieltag entscheiden. Rechtsaußen, Jan Syrinek, kann nach seinem Achillessehnenriß in der Vorbereitung diese Saison nicht ins Geschehen eingreifen, er nimmt jedoch trotz der noch relativ frischen OP die weite Reise aus Prag auf sich, um beim Auftakt von den Zuschauerrängen zu unterstützen.

Die Absenz dieser Spieler muss man jedoch meistern, wenn das Team um Kapitän Fabian Schwibach ganz oben mitspielen will. Mit Spielmacher Lukas Eichinger, Jan Josef, Tobias Schimpf und Julian Henzel hat man zudem offensiv wie defensiv eine gute Reihe am Start die ordentlichen Betrieb und den Gegner stark unter Druck setzten kann. Über dem steht, wie in jeder Team-Sportart, der kollektive Einsatz und Wille ein erfolgreiches Ergebnis gemeinsam herbeizuführen. Mit Marius Schachinger, Jonas Hennersberger, Thomas Klampfer und die Youngster wie Yannik Katzhuber ist man dafür gerüstet und jeder im Team ist bereit und heiß auf das erste Kräftemessen in heimischer Halle und vor allem vor heimischen Publikum.

Auf Zahlreiche Unterstützung von den Zuschauerrängen freut sich das Team und die Abteilung Handball außerordentlich. Ermöglich wird das in diesem Jahr u.a. durch die Einhaltung der 3G-Regel, welche vor Eintritt in die Sporthalle überprüft werden. Zudem durch das Tragen einer Maske bereits vor und auch in der Halle. Abhängig von Anzahl der Personen sowie nach den derzeit gültigen Hygieneregeln wird durch den Hallensprecher mitgeteilt ob auf den Zuschauerrängen die Maskentragepflicht während des Spiels bestehen bleibt. Die Abteilungsführung bitte alle Zuschauer für die Regelung um Verständnis, aber es ist uns wichtig ein sicheres Umfeld zu gewährleisten und gleichzeitig wieder das Flair unserer geliebten Heimspieltage so gut wie möglich herzustellen.

 

Keine Selbstverständlichkeit jedoch auch in dieser Saison wieder im Programm ist die Verlosung eines 100 € Gutscheins für den Lokschuppen in Simbach am Inn an jedem Heimspieltag. Für diese zusätzliche Unterstützung ein großes Dankeschön an Familie Zeiler! Darüber hinaus ein herzlicher Dank an alle Sponsoren, die unsere Handballabteilung auch in diesem Jahr wieder unterstützen sowie an alle Helfer, denn ohne sie wären unsere regelmäßigen Handball-Events undenkbar, vielen Dank!

 

Anpfiff des Spiels der Herren 1 ist um 18 Uhr, bereits um 16 Uhr beginnt das erste Saisonspiel der Damen 1 gegen HC Sulzbach-Rosenberg. 


Neue Liga, neuer Mut – und ein altes Ziel - 09.09.2021

Die Handballer des TSV Simbach starten am übernächsten Samstag in die Landesliga-Saison  – Syrinek-Ausfall schmerzt

 

Simbach. Die Handballer des TSV Simbach sehnen den Ligabetrieb herbei und wollen zum Auftakt am Samstag, 18. September,  um 18 Uhr erfolgreich in die neue Landesliga-Saison 2021/22 starten. Das Gesicht des Teams hat sich im Vergleich zur abgebrochenen Corona-Saison nicht grundlegend verändert, allerdings gab’s Bewegungen im Kader  –  auch aus schmerzlichen Gründen.

Den sportlich schwerwiegendste Entschluss für die Herren 1   hat Andreas Brand getroffen: Von einem Kreuzbandriss genesen musste er in der vergangenen   Saison erneut mit Verletzungen kämpfen.   Zudem  hat sich Brand beruflich verändert und daher entschieden, sich aus dem aktiven Bereich zurückzuziehen. Doch das bedeutet keinesfalls einen Abschied vom TSV: Brand arbeitet weiter für das Team und übernimmt künftige Sonderaufgaben. „Der flexible Rückraumspieler mit der Nummer 22 wird dem Team auf seinen Positionen sehr fehlen,  jedoch wünschen wir ihm alles Gute und freuen uns, ihn weiter in anderer Funktion an Bord zu haben“, sagt Wolfgang Münzer, Manager der Landesliga-Truppe.

Personalie Nummer 2: Chris Schrädobler wird offiziell neuer Co-Trainer von Cheftrainer Gerald Gabl und löst damit Thomas Schmidtke in dieser Funktion ab. Gleich zu Beginn der Vorbereitung – der TSV steht seit Juni wieder in der Halle –   hat Schrädobler zum überwiegenden Teil die Phase der Hallengewöhnung nach siebenmonatiger „Schwingboden-Abstinenz“ übernommen und gut abgestimmte Trainingseinheiten geleitet. Gleichzeitig hat sich Schmidtke zurückgezogen, jedoch stand und steht er für „Feuerwehr-Einsätze“ bereit. 

Im Bereich der Torwart-Trainer wird das Modell aus dem Vorjahr mit Hans-Peter Daume und dem ehemaligen Simbacher Torhüter Max Findl weitergeführt. Findl hatte nach seinen beiden Kreuzbandrissen bereits im Vorfeld der vergangenen Saison entschieden, nicht mehr aktiv auf der Platte ins Geschehen einzugreifen. Analog zu Andreas Brand engagiert er sich seitdem verstärkt im Bereich der Torwart-Trainer, übernimmt dort zusätzliche Aufgaben. Das Duo Daume/Findl bildet ein hervorragendes Trainerteam für die Ausbildung der Torwart-Talente und bietet spezielle und gut abgestimmte Einheiten. Während Daume sich einen Tick mehr um die Inhalte kümmert,   liegt bei Findl der Fokus etwas stärker in der Organisation.

Eine weitere positive Nachricht: David Kopp ist nach seiner Knie-Operation endlich wieder auf einem guten Weg zur vollständigen Genesung – in den Trainingseinheiten   hat er bereits angedeutet,  wie wertvoll er sein kann. „Seine Fitness ist sehr wichtig,  da er der nominelle Backup für Rückraum-Shooter Jan Josef darstellen wird.

Doch damit nicht genug: Matthias Schimpf ist wie sein Bruder Tobias wieder ein „vollständiger“ Simbacher Handballer.  In der vergangenen Saison war er als Spieler des TSV Allach 09 stark in der A-Jugend-Bundesliga  gebunden, doch in dieser Spielrunde ist sein alter und neuer Hauptverein der TSV Simbach. 

Dies freut nicht nur Team, Trainer und Verantwortliche am Inn besonders, sondern   ist   auch ein Signal,  dass der Handball in der Grenzstadt trotz aller Corona-Umstände eine attraktive Plattform geblieben ist. „Alle Spieler und Spielerinnen der Familie Schimpf sind Talente auf höchstem Niveau und es werden von ihnen sehr schöne Handball-Momente in der neuen Runde generiert werden“,  ist sich Manager Münzer ganz sicher.

Doch die Landesliga-Handballer müssen auch „bittere Pillen“ schlucken. Die bitterste:  Rechtsaußen Jan Syrinek hat sich in der Vorbereitung bei einer Angriffsaktion ohne Fremdeinwirkung die Achillessehne am linken Fuß gerissen, der ehemalige Extraliga-Spieler aus Prag fällt so für die komplette Saison aus. „Das reißt eine gehörige Lücke,  die aufgrund seiner hohen Qualität in der bisherigen Form nicht zu schließen sein wird“, sagt Münzer. „Wir wünschen ihm einen komplikationsfreien Genesungsverlauf.“

Kopfzerbrechen bereitet Münzer die Gesundheit der Nummer 1 im Tor,  Stefan Babisch. Mitte August wurde er am Sprunggelenk operiert, dabei   ein Knochensplitter entfernt, der sich nach einer Blessur im vergangenen Jahr verwachsen hatte und ihm zunehmend Probleme bereitete. Ursprünglich war die Operation bereits   für Juli geplant,   diese wurde jedoch vom Krankenhaus um etwa   vier Wochen nach hinten verschoben. „Wir rechnen damit, dass Stefan in absehbarerer Zeit  in die Mannschaft zurückkehrt“, sagt Manager Münzer, „wie sich allerdings der Trainingsrückstand in seinen ersten Spielen auf seine Leistungsfähigkeit auswirkt,  bleibt abzuwarten.“  Fest steht: Beim Saison-Auftakt in eigener Halle wird er nicht am Start sein.

Eine überaus positive Nachricht in diesem Zusammenhang ist die Rückkehr von Leopold Petschl ins aktive Handball-Geschehen, er hat bis dato im Training die Position von Babisch eingenommen. „Äußerst erfreulich und wünschenswert wäre ein generelles Comeback von Petschl“, sagt Münzer „nicht zuletzt um den Konkurrenzkampf auf dieser Position weiter zu erhöhen, denn Moritz Voll steht hier seit letzter Saison in den Startlöchern und zeigt regelmäßig sehr gute Leistungen im Gehäuse der Ersten.“

Aber nicht nur Nachwuchsspieler Voll hat sich prächtig entwickelt, auch viele andere Talente. Durch sie ist der erweiterte Kader im Vergleich zum vergangenen Jahr noch einmal gewachsen und allesamt sind motiviert, sich einen festen Platz in der „Kampfmannschaft“ zu erarbeiten. Von Timo Brunnenkann, Christoph Simmböck, Fabian Plazer und Yannik Katzhuber wird man demnächst sicher über Landesliga-Einsätze berichten. „Bei Moritz Voll, der nicht nur im Tor seine Talente zeigt,  ist sogar ein flexibler Einsatz als Feldspieler denkbar“, weiß Münzer.

So kann der TSV mit einem qualitativ guten und breiten Kader relativ beruhigt in die Landesliga-Saison starten.  Der Bayerische Handball-Verband (BHV) hat die Klassen neu sortiert, in der Landesliga spielt man heuer eine Runde mit drei statt zwei Staffeln,  statt 14 kämpfen nun 10 Teams um Auf- und gegen den Abstieg. „Der BHV schafft so mehr spielfreie Wochenenden,  die Raum für eventuelle Spielverschiebungen geben“, erklärt der TSV-Verantwortliche Münzer. Die   Erstplatzierten der drei Staffeln steigen direkt in die Bayernliga auf – und genau dieser Platz an der Sonne ist das Ziel der Handballer vom Inn.

„Die Chancen dafür stehen etwa genauso gut wie in der vergangenen Saison“, hofft Münzer auf eine erfolgreiche Saison.  Kapitän Fabian Schwibach und Spielmacher Lukas Eichinger brennen ebenso wie die gesamte Mannschaft und das Trainerteam auf die bevorstehenden Aufgaben.  Für Cheftrainer Gabl wäre der 1.  Platz sogar in doppelter Weise ein besonderer Erfolg,  denn es wäre    die erste komplette Saison unter seiner Regie ohne Unterbrechungen.

„Schließlich ist es eine Freude für den Spieltagsbetrieb und den Simbacher Handball, dass alle unsere helfenden Hände sich wieder bereit erklärt haben auch ihre Funktionen in der neuen Saison vollumfänglich auszufüllen“, freut sich Manager Münzer darüber, dass die Handball-Familie trotz Corona lebt. „Für auf die bevorstehenden Aufgaben, ob Losverkauf, Verteilung der Hallenzeitschrift, Kampfgericht oder vieles andere bedankt sich die Abteilungsleitung des TSV herzlich.“

In gleichem Maße schätzen die Simbacher die Hilfe durch die Sponsoren wert, „die den qualitativ hochwertigen Handball in Simbach durch ihre oft großzügige,  aber vor allem auch über Jahrzehnte währende Unterstützung erst ermöglichen“, so Münzer –    und jetzt sehnt der TSV endlich den Ligabetrieb herbei. Quelle: pnp vom 8.9.2021